Ein Barcode ist eine Reihe von vertikalen Strichen unterschiedlicher Breite (als Balken bezeichnet) und Zwischenräumen. Die Balken und Zwischenräume zusammen werden als Elemente bezeichnet. Es gibt verschiedene Kombinationen von Balken und Zwischenräumen, die unterschiedliche Zeichen darstellen. Jeder Barcode besteht aus Startzeichen, Nutzinformation (Nutzzeichen und Prüfziffer) und Stoppzeichen.
Barcodes sind ein schnelles, einfaches und akkurates Verfahren zur Datenerfassung. Die korrekte Verwendung von Barcodes kann den Arbeitsaufwand von Mitarbeitern verringern und die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens steigern.
Barcodes enthalten typischerweise nur Kenndaten (keine beschreibenden Daten), anhand derer der Computer die mit den Kenndaten verknüpften, relevanten Datenangaben abruft.
Die Barcodes, die Sie beispielsweise auf Lebensmitteln in Supermärkten finden, enthalten nicht den Preis oder eine Beschreibung der Ware sondern eine (12stellige) "Produktnummer". Wird dieser Barcode von einem Barcode-Leser gelesen und an einen Computer übertragen, so ermittelt jener den mit dieser Produktnummer verknüpften Datensatz in einer Datei. Diese Datei enthält den Preis, Verkäufernamen, die Lager- bestände, eine Beschreibung und weitere Angaben.
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Es gibt zahlreiche verschiedene Barcodes. Manche Barcodes sind rein numerisch (UPC/EAN, Interleaved 2 of 5), andere haben eine feste Länge (UPC-A ist 12stellig, UPC-E ist 13stellig und EAN-8 ist 8stellig). Manche Barcodes können Zahlen und Buchstaben enthalten (Code 93, Code 128 und Code 39). Ein Barcode schließlich ermöglicht Ihnen, alle 128 Zeichen zu kodieren (Code 128).
Lineare Barcodes bestehen aus einer Zeile mit Balken und Zwischenräumen. Die Codes können mit einem Lesestift, einem CCD-Scanner oder einem Laserscanner gelesen werden.
VorteileZur Gruppe der Zweibreiten-Codes werden alle Barcodetypen gerechnet, bei denen zur Darstellung von Strichen und Lücken lediglich zwei unterschiedliche Breiten erforderlich sind. Innerhalb einer Codierung können maximal zwei verschiedene Breiten für Striche und Lücken auftreten. Die Breiten für Striche und Lücken stehen im Verhältnis 2:1 bis 3:1.
Barcodierungen mit mindestens drei Breiten (Striche und Lücken) werden Mehrbreiten-Codes genannt. Bei diesen Codearten werden höhere Anforderungen an die Druckqualität gestellt.
Der Begriff "2D-Code" lässt sich daraus herleiten, dass die eigentlichen Informationen in der X-Achse vorhanden sind, und in der Y-Achse die Zeileninformationen.
Stapelcodes (stacked barcodes oder gestapelte Strichcodes) basieren auf Linearcodes, die mit kurzen Strichlängen übereinander gepackt werden. Mit anderen Worten ein Stapelcode besteht aus mehreren Zeilen mit Balken und Zwischenräumen. Sie haben meistens ein gemeinsames Start- und Stopzeichen. Die Codes werden mit einem CCD-Scanner oder einem Laserscanner zeilenweise gelesen. Der 2D-Scanner erkennt den Barcode als Gesamtsymbol. Vorteile: Benutzung der bestehenden "linearen" Scanner zur Dekodierung. Erweiterte Informationsmenge mit Zeilennummerierung und Prüfsumme, durch die Aufteilung auf mehrere Zeilen. Nachteil: Wegen beschränkter Zeilenhöhe nur sehr begrenzte omnidirektionale Erfassung möglich.
Matrixcodes (2D-Codes) bestehen aus polygonisch, meist viereckig (rund / oder anders geformt) angeordneten Gruppen von Datenzellen mit einem typischen Orientierungssymbol (finder patterns), an dem der Codetyp erkannt werden kann. Die Codes können mit einem 2D-Scanner gelesen werden. Vorteile: Erweiterte Informationsmenge (hohe Informationsdichte) durch die flächenmässige Aufteilung der Information. Sehr gute omnidirektionale Lesbarkeit durch die Positionierungshilfen und 2D Bilder-Erfassung. Hohe Lesesicherheit durch automatische Fehlererkennung und -korrektur der 2D-Scanner. Lesbarkeit auch bei niedrigen Kontrasten oder leichter Beschädigung des Codes. Nachteil: Voraussetzung zur Dekodierung ist die Verwendung von 2D - (Bild- /Image-) Scannern, mit sehr leistungsfähigen (RISC) Prozessoren.
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Eine Prüfziffer wird überall dort benötigt, wo sich an die Datenerfassung kein zusätzlicher Prüfgang anschliessen lässt. Banken sowie Versicherungen versehen all ihre Kontonummern mit einer zusätzlichen Prüfziffer und ihre Erfassungsgeräte mit einer Prüfzifferberechnung um so Fehllesungen auszuschliessen. Die Prüfziffer bildet normalerweise die letzte Ziffer einer Kontonummer, einer Artikelnummer oder der Identifikation einer logistischen Einheit. Die Prüfziffer ergibt sich durch einen Rechnenvorgang - einen Prüfziffer Algorithmus - automatisch aus den vorangegangenen Stellen der entsprechenden Nummer.
Die Einsatzgebiete von Barcodes nehmen von Tag zu Tag zu, da Anwender auf immer mehr Möglichkeiten stoßen, wie durch Barcodes die Erfassung von Daten rationalisiert werden kann.
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- Start / Stopp - Prüfziffer -
Quelle: Mathias Pötter, Rals Jesse: Barcode, Einführung und Anwendung |
Quelle: Hansen, Lenk: Codiertechnik - Der Schlüssel zum Strichcode |
Quelle: Worth Data: Barcode-Grundlagen |
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